Wie weit würdest du für die Liebe gehen?

"Unter der heißen Sonne Sevillas entstehen wahrhaftig leidenschaftliche Liebschaften, die einem Fieberwahn gleichen und nur zu oft ein verhängnisvolles Ende nehmen. Ich weiß, wovon ich rede. Ich habe es selbst erlebt."

aus 'Carmen reloaded'


Carmen reloaded spielt in Sevilla und ist eine Mischung aus Liebesroman und Abenteuerroman
Carmen reloaded gibt es als Taschenbuch und e-book überall zu kaufen!

Titel: Carmen reloaded

ISBN: 978-3-7407-2917-2

Seiten: 220

Preis: 9,99 EUR (Taschenbuch), 6,99 EUR (e-book)

 

Literarische Einordnung: Gegenwartsliteratur

 

Kurzinhalt:

Jonas hat eine feste Freundin und einen klaren Lebensplan, als er für ein Auslandssemester nach Sevilla geht. Dort kommt jedoch alles ganz anders als geplant. Er verliebt sich leidenschaftlich in die verführerische Carolina und ahnt dabei nicht, dass seine Gefühle ihn schon bald in einen Strudel von Verrat, Gewalt und organisiertem Verbrechen reißen werden.

 

'Carmen reloaded' lässt den Leser in die Schönheit Sevillas und eine heitere, multikulturelle Studentenszene eintauchen, aber auch in die tiefsten Abgründe des menschlichen Handelns blicken. Besonders der Schmuggel von illegalen Kulturgütern aus dem Nahen Osten während der Wirren des Arabischen Frühlings spielt dabei eine unheilbringende Rolle.



"Die Charaktere sind hervorragend skizziert und bestechen durch schonungslose Ehrlichkeit, Lebensnähe und Authentizität. (...) Das rasante Erzähltempo ab Mitte des Buches tut sein Übriges, um Spannung und Action aufrecht zu erhalten und man kann nicht anders, als die Geschichte förmlich zu verschlingen."

katikatharinenhof, weltbild.de


Carmen reloaded spielt in Sevilla und ist eine Mischung aus Liebesroman und Abenteuerroman
Das Löwentor der Königlichen Festung in Sevilla (Puerta del León, Real Alcázar)

Leseprobe gefällig?

 

Der Protagonist Jonas führt in die Geschichte ein.

 

Prólogo

 

Es ist verblüffend, wie gerade die vermeintlich kleinen, unspektakulären Dinge den größten Einfluss auf den weiteren Verlauf des Lebens nehmen können.

Bei mir begann alles mit einem unscheinbaren grauen Brief, den ich im Frühjahr 2009 aus meinem Briefkasten in Kiel fischte. Darin stand, dass meine Bewerbung um ein Erasmus-Stipendium erfolgreich gewesen sei und ich im Herbst ein Auslandssemester an der Universität in Sevilla antreten könne. Ich war damals 23 Jahre alt, Romanistik-Student an der Universität in Kiel und hatte mein künftiges Leben bereits genau vor Augen. Mir schwebte eine klassische Beamtenlaufbahn vom Gymnasiallehrer bis zum Oberstudiendirektor vor. Ich wollte junge Menschen unterrichten und ihnen die wunderschönen romanischen Sprachen Spanisch und Französisch näherbringen. An meiner Seite sah ich meine Jugendliebe Lisa und zwei wohlgeratene Kinder, mit denen ich in einem großen Fachwerkhaus auf dem Lande wohnen würde. Ich hielt mich für sehr intelligent und bildete mir viel auf meine eiserne Disziplin, Zielstrebigkeit und Prinzipientreue ein. Damals glaubte ich noch, dass ich etwas Besonderes sei und mir die Welt offen stünde. Dass meine Kräfte unerschöpflich seien und ich alle Möglichkeiten hätte, mein Leben glücklich und erfolgreich zu gestalten. Meine Voraussetzungen waren zweifellos gut. Ich kam aus einem bildungsbürgerlichen, eher konservativen Elternhaus und wuchs sehr behütet in einem Dorf nahe Kiel auf. Meine Mutter und mein Vater waren seit über 25 Jahren glücklich miteinander verheiratet, liebten meine zwei jüngeren Schwestern und mich über alles und unterstützten uns, wo und wie sie nur konnten. Ich dürfte meinen Eltern in den ersten 23 Jahren meines Lebens viel Freude bereitet haben. Denn ich war kerngesund, benahm mich stets vorbildlich und erzielte in der Schule wie auch an der Uni gute bis sehr gute Noten. Mein Freundeskreis bestand ausschließlich aus Menschen, die einen positiven Einfluss auf mich hatten, und mein gefährlichstes Freizeitvergnügen war das Handballspiel. Ich rauchte nicht und trank nur selten Alkohol. Meine Eltern konnten sich voll und ganz auf mich verlassen. Sie waren sich sicher, dass ich mein Leben gut meistern würde. Ich wäre der Letzte gewesen, der ihre Überzeugung in Zweifel gezogen hätte. Und doch weiß ich jetzt, dass alles im Leben auch ganz anders kommen kann.

 

Mein Vater schenkte mir die Novelle „Carmen“ von Prosper Mérimée im Original kurz vor meiner Abreise nach Sevilla. Obwohl ich mich damals viel mit romanischer Literatur beschäftigt hatte, kannte ich bis dahin nur die Musik der gleichnamigen Oper und den groben Handlungsverlauf. Mit Freude stellte ich fest, dass der Ausgangspunkt der Geschichte die alte Tabakfabrik in Sevilla war, also das heutige Hauptgebäude der Universität, wo ich bald studieren würde. Doch so recht gefallen wollte mir die Geschichte ansonsten nicht. Es war mir unbegreiflich, wie der liebestrunkene Don José sich so sehr zum Spielball einer unberechenbaren Frau namens Carmen machen konnte, und sie am Ende aus lauter Eifersucht, verletztem männlichen Stolz und vor allem unerwiderter Liebe ermordete. Diese Art der Liebe erschien mir stark übertrieben. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass eine solche Liebe außerhalb literarischer Dramen wirklich existierte.

 

Erst viel später verstand ich: Sevilla ist das Herz Andalusiens, feurig und wild. Viele verschiedene Herrscher haben die Stadt über die Jahrhunderte geprägt und atemberaubend schöne Bauwerke hinterlassen. Die Kathedrale und die gegenüberliegende Königliche Festung mit der einzigartigen Parkanlage sind nur einige der majestätischen Zeugen jener Zeit. Wer in der Abenddämmerung durch die historische Altstadt schlendert und seinem geplagten Geist Ruhe gönnt, spürt sie, die magische Seele der Stadt. Sind es die farbenprächtigen Hausfassaden und die mit azulejos, einer Art bunter Kacheln, kunstvoll verzierten Innenhöfe? Ist es der Duft der Orangenblüten, der durch die warmen Gassen strömt? Sind es die leisen Klänge einer Flamenco-Gitarre, die einen durch die Nacht begleiten? Oder das gesellige Palaver, das aus den unzähligen Tapas-Bars dringt? All dies gehört zu dieser Stadt und macht ihren Reiz aus. Unter der heißen Sonne Sevillas entstehen wahrhaftig leidenschaftliche Liebschaften, die einem Fieberwahn gleichen und nur zu oft ein verhängnisvolles Ende nehmen. Ich weiß, wovon ich rede. Ich habe es selbst erlebt.

 

"In die Stadt Sevilla habe ich mich quasi aus der Ferne verliebt und möchte sie jetzt unbedingt einmal besuchen. Sonja Objartel beschreibt sie mit so viel Energie, Wärme und Zauber."

Kathrin W., amazon.de


Eine kleine Bilder-Hommage für Sevilla:


Und hier noch ein paar sehr schöne Bewegtbilder:

Hundebild

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